Wahlen in Zürich vom 4. März 2018

Stadtrat:
Wir empfehlen die Wahl des links-grünen Teams: Richard Wolff (AL), Raphael Golta (SP), Daniel Leupi (Grüne), Corine Mauch (SP), André Odermatt (SP), Karin Rykart (Grüne).
Stadtpräsidentin soll Corine Mauch bleiben.

Gemeinderat:
Wir empfehlen die Kandidaten und Kandidatinnen der fortschrittlichen Parteien: PdA, AL, SP, Grüne.

 

Kommentar von Trudi Weinhandl:

CLAUDIA NIELSEN, Stadträtin, Gesundheitsvorsteherin

Am 9. Februar verabschiedete sie sich kurzentschlossen aus dem Gesundheits- und Umweltdepartement.

Für die weiteren Stadträte bedeutete dies zwangsweise eine andere Situation. Claudia Nielsen tritt von der politischen Verantwortung zurück. Ihr Verzicht, in der nächsten Legislatur mitzuschaffen, fiel ihr schwer.

Als langjährige SP-Parteisekretärin und als Gemeinderatsmitglied war sie auch mit vielen SP-, AL- und PdA-Mitgliedern persönlich verbunden. Die aufgedeckten Unregelmässigkeiten im Triemlispital bewirkten, dass das Fass für sie am Überlaufen war.

Es ist nun die Aufgabe des Gesundheitsdepartements und seiner Führung, für neue Reglemente zu sorgen. Wir lesen bald darüber in der Presse.

Während der acht Jahre als Stadträtin arbeitete Claudia Nielsen gewissenhaft und unermüdlich an den anfallenden Projekten. In den letzten Wochen und Monaten musste sie sich immer öfter harscher Kritik aussetzen. Viele Bürger fragten sich, ob es um die Sache, die Probleme ging, oder ob einfach auf die SP-Frau gezielt wurde.

Etwas zum Nachdenken:
Mit Claudia Nielsen muss sich nach Monika Stocker und Ruth Genner erneut eine Frau mit einem ungeklärten Ende absetzen. Die drei Frauen liessen sich nichts zuschulden kommen. Die Departementsverteilung ist eigene Sache des Stadtrats.

Wir haben gewonnen: Spenden und auch Legate weiterhin steuerfrei.

Wir haben gewonnen! Das Steuerrekursgericht hat uns in unserem Kampf gegen das kantonale Steueramt auf der ganzen Linie Recht gegeben! Die Steuerbefreiung darf uns nicht weggenommen werden. Seit 1972 haben wir diese und wir werden sie auch in Zukunft weiter haben. Dies bedeutet, dass alle Spenden an die AVIVO in der Steuererklärung in Abzug gebracht werden können. Dies bedeutet auch, dass wir auf Erbschaften keine Erbschaftssteuer bezahlen müssen. Dies könnte ein Grund mehr sein, die AVIVO im Testament zu berücksichtigen.

Diesem AVIVO-Info liegt eine Preisliste für die Steuererklärung bei. Man beachte, dass AVIVO-Mitglieder mit tiefem Einkommen die Steuererklärung gratis bekommen, und jene mit einem höheren Einkommen nur einen sehr tiefen Vorzugstarif bezahlen müssen.

Im Jahre 2007 haben wir über eine Volksinitiative für eine Einheits­krankenkasse abgestimmt. Weiterlesen

Der schweizerische AVIVO-Vorstand nimmt Stellung

Bei einer Lagebeurteilung nach der Rentenabstimmung vom 24. September 2017 stellte der Vorstand der AVIVO-Schweiz folgende Forderungen auf:

1. Die AVIVO unterstützt die Lancierung einer Volksinitiative, die den obligatorischen Teil der zweiten Säule in die AHV fordert. Es sind zwei Vorschläge auf dem Tisch. Die AVIVO ruft die Protagonisten dazu auf, sich zusammenzutun und nur eine einzige Initiative zu lancieren. Sie wird Einsitz nehmen in ein Initiativkomitee.

2. Die AVIVO widersetzt sich jeglicher Erhöhung des Rentenalters, sei es jenes der Frauen von 64 auf 65 Jahre, oder jenes aller Rentner und Rentnerinnen auf 67 Jahre oder mehr.

3. Bei verschiedenen Gesamtarbeitsverträgen gibt es ein tieferes Rentenalter. Auf dem Bau beispielsweise kann mit 60 Jahren in Rente gegangen werden. Wir fordern ein durchschnittliches Rentenalter im Bereiche von 62 oder 63 Jahren.

4. Wir unterstützen Modelle, die es erlauben, zwei Jahre vor Erreichen des Rentenalters die Arbeitszeit um 20% zu reduzieren und im Jahr vor dem Termin um 40%. Der Arbeitnehmende verliert 50% des entgangenen Lohnes, bei einer Reduktion der Arbeitszeit um 40% würde er also noch 70% des ursprünglichen Lohnes verdienen.

5. Kurzfristig verlangen wir eine Erhöhung der AHV-Rente für Alleinstehende um Fr. 150.00 pro Monat und für Paare eine Erhöhung auf 180% einer einfachen Rente.

6. Ein positiver Punkt der gescheiterten Rentenreform soll sofort und unabhängig von weiteren Reformschritten eingeführt werden: Leute die ab 58 Jahren arbeitslos werden, sollen in der bisherigen Pensionskasse verbleiben können, und nicht gezwungen werden, ihr Alterskapital vorzeitig zu beziehen und aufzubrauchen.

7. Mit allen Mitteln ist die Lohngleichheit von Frau und Mann anzustreben!

8. Zur Finanzierung dieser Massnahmen fordern wir die AHV-Beitragspflicht auf Kapitalerträge, allenfalls eine Erhöhung der AHV-Beiträge sowie eine Erhöhung der Bundesbeiträge von heute 19.5% auf 25%.

Interessantes Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes zur Altersdiskriminierung

Der Bund finanziert ein Programm namens «Jugend und Musik», wie er auch ein anderes Programm «Jugend und Sport» finanziert. Dabei wird die Schulung von Leitern von Musikausbildungslagern gefördert. Einem 67-jährigen Mann wurde die Zulassung zur Ausbildung verweigert, mit dem Hinweis, beim J+M-Handbuch bestehe eine Obergrenze bei 65 Altersjahren. Er erhob eine Beschwerde gegen diesen Bescheid und stützte sich dabei auf Artikel 8 Absatz 2 der Bundesverfassung. Dort heisst es: Weiterlesen

Die Altersvorsorge 2020 akzeptieren, weil es noch schlimmer sein könnte?

(von Christiane Jaquet, Präsidentin von AVIVO Schweiz; übersetzt von RS)

Die Linke muss sich wieder auf das Grundsätzliche besinnen und in die Zukunft schauen, ohne in Angst vor Niederlagen zu fallen. Angefangen mit der Altersvorsorge 2020.
Seltsame Zeiten, in denen die Politiker bereit sind, Kröten zu schlucken, aus Angst, dass man ihnen Schlangen serviert! Es gibt nichts Schlimmeres als diese Unterwürfigkeit, denn es gibt keinen Fortschritt ohne Risiken. Die Gewerkschaften und der SGB, deren Instanzen sich hinter die Vorlage „Altersvorsorge 2020“ stellen, sollten das bestens wissen. Weiterlesen

Die antisoziale Reform „Altersvorsorge 2020“

Die AVIVO bekämpft die Sozialabbau-Vorlage „Altersvorsorge 2020“,

Wir zitieren aus Gauchebdo vom 5. Mai 2017 (übersetzt von RS):
„…Wie kann man, wenn man sich als Linker definiert, ein Projekt unterstützen, das das Rentenalter für die Frauen hinaufsetzt, das die Mehrwertsteuer erhöht und, vor allem, das den Umwandlungssatz herabsetzt?“

Das fragen wir uns auch. Darum unterschreiben wir alle das Referendum

Zum Runterladen: AHV-Referendum-Unterschriftenbogen

Die Unterschriften bitte einsenden an: AVIVO,  Sihlfeldstrasse 123, 8004 Zürich