Der schweizerische AVIVO-Vorstand nimmt Stellung

Bei einer Lagebeurteilung nach der Rentenabstimmung vom 24. September 2017 stellte der Vorstand der AVIVO-Schweiz folgende Forderungen auf:

1. Die AVIVO unterstützt die Lancierung einer Volksinitiative, die den obligatorischen Teil der zweiten Säule in die AHV fordert. Es sind zwei Vorschläge auf dem Tisch. Die AVIVO ruft die Protagonisten dazu auf, sich zusammenzutun und nur eine einzige Initiative zu lancieren. Sie wird Einsitz nehmen in ein Initiativkomitee.

2. Die AVIVO widersetzt sich jeglicher Erhöhung des Rentenalters, sei es jenes der Frauen von 64 auf 65 Jahre, oder jenes aller Rentner und Rentnerinnen auf 67 Jahre oder mehr.

3. Bei verschiedenen Gesamtarbeitsverträgen gibt es ein tieferes Rentenalter. Auf dem Bau beispielsweise kann mit 60 Jahren in Rente gegangen werden. Wir fordern ein durchschnittliches Rentenalter im Bereiche von 62 oder 63 Jahren.

4. Wir unterstützen Modelle, die es erlauben, zwei Jahre vor Erreichen des Rentenalters die Arbeitszeit um 20% zu reduzieren und im Jahr vor dem Termin um 40%. Der Arbeitnehmende verliert 50% des entgangenen Lohnes, bei einer Reduktion der Arbeitszeit um 40% würde er also noch 70% des ursprünglichen Lohnes verdienen.

5. Kurzfristig verlangen wir eine Erhöhung der AHV-Rente für Alleinstehende um Fr. 150.00 pro Monat und für Paare eine Erhöhung auf 180% einer einfachen Rente.

6. Ein positiver Punkt der gescheiterten Rentenreform soll sofort und unabhängig von weiteren Reformschritten eingeführt werden: Leute die ab 58 Jahren arbeitslos werden, sollen in der bisherigen Pensionskasse verbleiben können, und nicht gezwungen werden, ihr Alterskapital vorzeitig zu beziehen und aufzubrauchen.

7. Mit allen Mitteln ist die Lohngleichheit von Frau und Mann anzustreben!

8. Zur Finanzierung dieser Massnahmen fordern wir die AHV-Beitragspflicht auf Kapitalerträge, allenfalls eine Erhöhung der AHV-Beiträge sowie eine Erhöhung der Bundesbeiträge von heute 19.5% auf 25%.

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