Medienmitteilung (Krankenkassenprämien)

Die vom Bundesrat am 11. April beschlossene Senkung der Kranken­kassenprämien für junge Erwachsene bis 25 Jahren zu Lasten der älte­ren Bevölkerung ist ein Schritt Richtung Entsolidarisierung zwischen den Generationen. Die AVIVO, eine Vereinigung zur Verteidigung der Rentnerinnen und Rentner, lehnt diese Massnahme ab, da sie in die falsche Richtung geht.

Generalversammlung vom 14.3.2018

Die GV  2018 stand im Zeichen der Solidarität mit den weniger Begüterten. Es kommt immer wieder vor, dass Avivo-Mitglieder nicht an Ausflügen oder kulturellen Veranstaltungen teilnehmen können, weil sie ein zu kleines Einkommen haben. Dies soll sich ändern. In Zukunft kann unkompliziert bei den Veranstaltern eine Kostenbeteiligung durch die Avivo angefragt werden.
Erstmals wurde ein Ehrenmitglied ernannt. Es ist dies: Hanspeter Huber, Vize-Präsident der Avivo und Leiter des ABC-Dienstes, der die Administration für die Avivo macht.

Präsident, Aktuarin und Kassier leiten durch die GV.

 

Medienmitteilung zu den Nationalratsbeschlüssen betr. Ergänzungsleistungen

Die AVIVO, eine Vereinigung zur Verteidigung der Interessen der Rentnerinnen und Rentner, ist entsetzt über die Beschlüsse des Nationalrates zur EL-Reform.

Sie überlegt sich, zusammen mit anderen Organisationen das Referendum gegen diese Beschlüsse zu ergreifen. Dass die anrechenbaren Mietzinse praktisch auf der Höhe von 2001 bleiben sollen, ist inakzeptabel. Aber auch die Kürzungen im Bereich Kinder und Vermögen wollen wir nicht schlucken. Kurzsichtig ist auch der Entscheid, die Wohnform des betreuten Wohnens nicht zu unterstützen.

Gleichzeitig erlaubt der Nationalrat den Vorbezug des Kapitals, will aber den Antragstellern für eine Zusatzleistung diese um 10% kürzen, wenn das vorbezogene Kapital verbraucht ist.

Wir appellieren an den Ständerat, bei seinen Entscheiden zu bleiben.

Medienmitteilung zum Pflegeurlaub

Fortschrittliche Arbeitgeberinnen wie Microsoft und Google  gewähren ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nicht nur einen längeren Mutterschaftsurlaub und einen Vaterschaftsurlaub sondern auch einen bezahlten Pflegeurlaub von bis zu 4 Wochen pro Jahr.

Die AVIVO. eine Vereinigung zur Verteidigung der Interessen der Rentnerinnen und Rentnern, begrüsst diese Entwicklung und fordert eine entsprechende gesetzliche Regelung für alle Arbeitnehmenden. Die Pflege auch gerade älterer Menschen ist eine gesellschaftliche Pflicht und muss unbedingt generell ermöglicht werden.

AVIVO Zürich

Marco Medici, Präsident

 

 

Medienmitteilung zu den Vorschlägen der Nationalratskommission

Die AVIVO Zürich hat das Resultat der Beratungen der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrates zur Kenntnis genommen. Sie begrüsst,

dass ältere, arbeitslose Arbeitnehmende ihr Pensionskassenguthaben bei der bisherigen Vorsorgeeinrichtung belassen und so später auch eine Rente beziehen können.

Sie ist der Meinung, dass Auslandschweizer, die aus Drittländern zurückkehren, keiner Karenzfrist von 10 Jahren unterworfen werden sollen.

Dass der Vermögensverzehr über 10 Jahre zurückverfolgt werden soll, ist unangebracht und führt zu einer aufgeblähten Bürokratie. Die betroffenen Menschen sollen regelrecht geröntgt werden.

Dass der Bund nur noch 7,3% statt wie bisher 7.5% der gesamten Kosten der Grundversicherung an die Kantone zahlen soll, ist abzulehnen, da diese Massnahme zu einer Kürzung der IPV (Individuelle Prämienverbilligung) führen wird.

Dass ohne richterliche Genehmigung Observationen von Versicherten vorgenommen werden dürfen, ist abzulehnen. Hier macht sich der Geist bemerkbar, der davon ausgeht, dass Versicherte a priori unehrlich sind.

Die AVIVO Zürich ersucht den Nationalrat, bei der Behandlung dieses Geschäftes auf unsere Einwände einzugehen.

AVIVO Zürich
Marco Medici, Präsident

Medienmitteilung zur AHV-Reform von Bundesrat Berset

Die Vorschläge von Bundesrat Berset zur Sanierung der AHV gehen in die falsche Richtung. Eine Erhöhung des Rentenalters für die Frauen ist nicht mehrheitsfähig.  Eine Analyse des Abstimmungsverhaltens der Mitbürgerinnen und Mitbürger ab 60 Jahren, die die Vorlage am 24. September 2017 mit 58% Nein-Stimmen abgelehnt haben, zeigt, dass eine Erhöhung der
AHV-Renten unabdingbar ist. Dies umso mehr, als in der selben VOTO-Analyse zu lesen ist, dass die Einkommen unter dem Medianlohn die Vorlage mit etwa 60% abgelehnt haben.

Die AVIVO, eine Vereinigung zur Verteidigung der Interessen der Rentnerinnen und Rentnern, verlangt, dass auch alternative Lösungen zur Sanierung der AHV mit evaluiert werden, zum Beispiel mit einer Unterstellung unter die AHV-Beitragspflicht der Kapitaleinkommen.

Wahlen in Zürich vom 4. März 2018

Stadtrat:
Wir empfehlen die Wahl des links-grünen Teams: Richard Wolff (AL), Raphael Golta (SP), Daniel Leupi (Grüne), Corine Mauch (SP), André Odermatt (SP), Karin Rykart (Grüne).
Stadtpräsidentin soll Corine Mauch bleiben.

Gemeinderat:
Wir empfehlen die Kandidaten und Kandidatinnen der fortschrittlichen Parteien: PdA, AL, SP, Grüne.

 

Kommentar von Trudi Weinhandl:

CLAUDIA NIELSEN, Stadträtin, Gesundheitsvorsteherin

Am 9. Februar verabschiedete sie sich kurzentschlossen aus dem Gesundheits- und Umweltdepartement.

Für die weiteren Stadträte bedeutete dies zwangsweise eine andere Situation. Claudia Nielsen tritt von der politischen Verantwortung zurück. Ihr Verzicht, in der nächsten Legislatur mitzuschaffen, fiel ihr schwer.

Als langjährige SP-Parteisekretärin und als Gemeinderatsmitglied war sie auch mit vielen SP-, AL- und PdA-Mitgliedern persönlich verbunden. Die aufgedeckten Unregelmässigkeiten im Triemlispital bewirkten, dass das Fass für sie am Überlaufen war.

Es ist nun die Aufgabe des Gesundheitsdepartements und seiner Führung, für neue Reglemente zu sorgen. Wir lesen bald darüber in der Presse.

Während der acht Jahre als Stadträtin arbeitete Claudia Nielsen gewissenhaft und unermüdlich an den anfallenden Projekten. In den letzten Wochen und Monaten musste sie sich immer öfter harscher Kritik aussetzen. Viele Bürger fragten sich, ob es um die Sache, die Probleme ging, oder ob einfach auf die SP-Frau gezielt wurde.

Etwas zum Nachdenken:
Mit Claudia Nielsen muss sich nach Monika Stocker und Ruth Genner erneut eine Frau mit einem ungeklärten Ende absetzen. Die drei Frauen liessen sich nichts zuschulden kommen. Die Departementsverteilung ist eigene Sache des Stadtrats.

Wir haben gewonnen: Spenden und auch Legate weiterhin steuerfrei.

Wir haben gewonnen! Das Steuerrekursgericht hat uns in unserem Kampf gegen das kantonale Steueramt auf der ganzen Linie Recht gegeben! Die Steuerbefreiung darf uns nicht weggenommen werden. Seit 1972 haben wir diese und wir werden sie auch in Zukunft weiter haben. Dies bedeutet, dass alle Spenden an die AVIVO in der Steuererklärung in Abzug gebracht werden können. Dies bedeutet auch, dass wir auf Erbschaften keine Erbschaftssteuer bezahlen müssen. Dies könnte ein Grund mehr sein, die AVIVO im Testament zu berücksichtigen.

Diesem AVIVO-Info liegt eine Preisliste für die Steuererklärung bei. Man beachte, dass AVIVO-Mitglieder mit tiefem Einkommen die Steuererklärung gratis bekommen, und jene mit einem höheren Einkommen nur einen sehr tiefen Vorzugstarif bezahlen müssen.

Im Jahre 2007 haben wir über eine Volksinitiative für eine Einheits­krankenkasse abgestimmt. Weiterlesen

Der schweizerische AVIVO-Vorstand nimmt Stellung

Bei einer Lagebeurteilung nach der Rentenabstimmung vom 24. September 2017 stellte der Vorstand der AVIVO-Schweiz folgende Forderungen auf:

1. Die AVIVO unterstützt die Lancierung einer Volksinitiative, die den obligatorischen Teil der zweiten Säule in die AHV fordert. Es sind zwei Vorschläge auf dem Tisch. Die AVIVO ruft die Protagonisten dazu auf, sich zusammenzutun und nur eine einzige Initiative zu lancieren. Sie wird Einsitz nehmen in ein Initiativkomitee.

2. Die AVIVO widersetzt sich jeglicher Erhöhung des Rentenalters, sei es jenes der Frauen von 64 auf 65 Jahre, oder jenes aller Rentner und Rentnerinnen auf 67 Jahre oder mehr.

3. Bei verschiedenen Gesamtarbeitsverträgen gibt es ein tieferes Rentenalter. Auf dem Bau beispielsweise kann mit 60 Jahren in Rente gegangen werden. Wir fordern ein durchschnittliches Rentenalter im Bereiche von 62 oder 63 Jahren.

4. Wir unterstützen Modelle, die es erlauben, zwei Jahre vor Erreichen des Rentenalters die Arbeitszeit um 20% zu reduzieren und im Jahr vor dem Termin um 40%. Der Arbeitnehmende verliert 50% des entgangenen Lohnes, bei einer Reduktion der Arbeitszeit um 40% würde er also noch 70% des ursprünglichen Lohnes verdienen.

5. Kurzfristig verlangen wir eine Erhöhung der AHV-Rente für Alleinstehende um Fr. 150.00 pro Monat und für Paare eine Erhöhung auf 180% einer einfachen Rente.

6. Ein positiver Punkt der gescheiterten Rentenreform soll sofort und unabhängig von weiteren Reformschritten eingeführt werden: Leute die ab 58 Jahren arbeitslos werden, sollen in der bisherigen Pensionskasse verbleiben können, und nicht gezwungen werden, ihr Alterskapital vorzeitig zu beziehen und aufzubrauchen.

7. Mit allen Mitteln ist die Lohngleichheit von Frau und Mann anzustreben!

8. Zur Finanzierung dieser Massnahmen fordern wir die AHV-Beitragspflicht auf Kapitalerträge, allenfalls eine Erhöhung der AHV-Beiträge sowie eine Erhöhung der Bundesbeiträge von heute 19.5% auf 25%.